Berufliche Perspektiven

Die Medizintechnik-Branche gilt in Deutschland als besonders innovativ, wachstumsstark und zukunftsträchtig. Nach Schätzungen des Bundesgesundheitsministeriums gibt es rund 400.000 verschiedene Medizinprodukte. Der Gesamtumsatz der produzierenden Medizintechnikunternehmen in Deutschland (mit über 20 Beschäftigten) lag nach Angaben der offiziellen Wirtschaftsstatistik im Jahr 2015 bei 28,4 Milliarden Euro. Der Welthandelsanteil medizintechnischer Produkte aus Deutschland liegt bei 14,6 Prozent. Deutschland rangiert damit weltweit an zweiter Stelle hinter den USA mit 30,9 Prozent und vor Japan mit 5,5 Prozent. Allein in Baden-Württemberg gibt es über 800 Unternehmen, die sich dem Bereich Medizintechnik zuordnen.

Im Studiengang Medizintechnik werden hochqualifizierte Absolvent*innen ausgebildet, die den stetig wachsenden Bedürfnissen dieses breiten medizintechnischen Arbeitsmarktes gewachsen sind.

Medizintechniker*innen sind in der Industrie u. a. in den folgenden Bereichen tätig:

  •     Forschung
  •     Entwicklung von Hard- und Software
  •     Projektmanagement
  •     Klinischer Produktservice
  •     Klinische Prüfungen
  •     Zulassung
  •     Qualitätssicherung
  •     Vertrieb
  •     Service und technischer Kundendienst
  •     Produktmanagement
  •     Marketing
  •     Schulung
  •     Beratung

Darüber hinaus findet man Medizintechniker*innen auch zunehmend in Krankenhäusern und größeren Facharztpraxen, wo sie Verantwortung tragen für die gesamte gerätetechnische Einrichtung und deren Einsatzbereitschaft.

Hierzu gehören beispielsweise auch bildgebende Verfahren, sämtliche Komponenten der elektronischen Datenverarbeitung inkl. Monitoranlagen und Datenspeicher. Sie unterstützen und beraten das medizinische Fachpersonal und die Verwaltung bei der Erprobung und Anschaffung neuer Geräte.

Darüber hinaus werden Medizintechniker*innen auch zunehmend als Ingenieur*innen im Operationssaal eingesetzt.

Wie groß der Bedarf an Absolvent*innen der Medizintechnik ist, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass die Peter-Osypka-Stiftung eigens der Hochschule Offenburg ein eigenes Institut gestiftet hat.