Feierliche Eröffnung des Studiengangs Angewandte Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) ist eine Schlüsseltechnologie, die wichtige Beiträge zur Lösung aktueller Herausforderungen in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft beisteuern kann. KI verbirgt sich hinter zahlreichen gesellschaftlich relevanten Innovationen und ist zugleich Treiber für anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung. Dies reicht vom Handel bis zur Medizin und von der Produktion bis zur Mobilität.

Mit dem Wintersemester 2020/21 startet an der Hochschule Offenburg der neue Bachelorstudiengang „Angewandte Künstliche Intelligenz" (AKI). Im Studiengang „Angewandte Künstliche Intelligenz" werden Theorie und Praxis für die Entwicklung und den Einsatz von KI-Anwendungen vermittelt. Die Studierenden erwerben sowohl fundierte Kenntnisse in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Machine Learning, Deep Learning, Visual Analytics und Autonome Systeme als auch Wissen um ethische und rechtliche Aspekte des Einsatzes intelligenter Systeme. Im Studium können die erworbenen Fähigkeiten direkt in KI-Anwendungen umgesetzt werden; sei es KI in der Robotik, Predictive Maintenance, Energie oder Handel.

Dienstag, 20. Oktober 2020, 17:30 Uhr in Raum D001. Teilnahme nur für geladene Gäste.

17:30 Uhr Begrüßung und Grußworte

Rektor Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Lieber

Bernhard Delakowitz, Markant AG, Stiftung der Professur für "Analytics und Data Science"

17:50 Uhr Festredner und Fachvortrag

Martin Riedmiller
Martin Riedmiller

Prof. Dr. Martin Riedmiller: "Selbständig lernende Maschinen - Künstliche Intelligenz in der Robotik"

Die Fähigkeit zu lernen ist eine zentrale Voraussetzung für Intelligenz. Ein wesentlicher Teil der aktuellen Forschung im Bereich Künstliche Intelligenz beschäftigt sich deshalb mit Fragen des ‘Maschinellen Lernens’: wie können Algorithmen aus Daten und Erfahrung lernen und sich dadurch selbständig verbessern? Der Vortrag gibt eine Einführung in dieses faszinierende Forschungsgebiet und diskutiert den aktuellen Stand der Technik anhand zahlreicher Beispiele aus der Robotik und verwandter Gebiete.


Prof. Dr. Martin Riedmiller forscht seit über 30 Jahren an Methoden des maschinellen Lernens. Nach Informatikstudium und Promotion an der Universität Karlsruhe besetzte er von 2002 bis 2015 Professuren in Dortmund, Osnabrück und Freiburg mit Forschungsaufenthalten in den USA (CMU, USC, Stanford) und Australien (CSIRO). Seit 2015 leitet er das Forschungsteam ‘Control’ bei DeepMind in London (eine Alphabet Tochterfirma), einem weltweit führenden Forschungslabor für Künstliche Intelligenz. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen internationalen Zeitschriften und Konferenzbänden publiziert. Besondere Beachtung fanden seine Forschungsbeiträge zu lernfähigen Fußballrobotern (u.a. 5 Weltmeistertitel) und zu daten-effizienten Lernverfahren.