Computernetzwerke II

Praktikum Computernetze II

Computernetzwerke erobern die Welt. Nicht zuletzt durch den rasanten Aufstieg des Internets wird ein vertieftes Wissen im Bereich Kommunikationstechnik immer wichtiger.

Das Praktikum Computernetze II nutzt die theoretischen Grundlagen aus den zugehörigen Vorlesungen Computernetze I und Computernetze II, um moderne Netzwerktechnologie konkret anzuwenden.

Im ersten Praktikumsversuch bekommen die Studierenden eine Einführung in das "Next Generation Internet". Das IPv6 Protokoll wird mittelfristig, das bisher im Internet noch vorherrschende IP(v4) verdrängen. Die Studierenden haben die Aufgabe, mit IPv6 Dual Stack Computern und IPv6-fähigen CISCO Routern ein eigenes IPv6 LAN aufzubauen. Sie lernen die für Unternehmen wichtigen Migrationsstrategien von IPv4 zu IPv6 praktisch einzusetzen und sich über 6to4- und Teredo-Tunneltechnologien mit externen IPv6 Servern im Internet zu verbinden. Der IPv6-Datenverkehr wird analysiert, wobei die Studierenden insbesondere die Unterschiede zu den bisherigen Verfahren herausarbeiten müssen.

NAT (Network Address Translation) ist eine zentrale Technologie zur Anbindung von Unternehmens- und Heimnetzen an das öffentliche Internet. Fast jeder, der zuhause einen DSL-Router mit Anbindung an einen Internet Service Provider betreibt, hat eine eingebaute "NAT Box", welche die Umsetzung von öffentlichen und privaten IP Adressen im Netzwerk realisiert. Im NAT-Praktikumsversuch lernen die Studierenden diese Technologie praktisch einzusetzen. Unterschiedliche NAT-Varianten werden mit CISCO-Routern konfiguriert und darüber gezielt ihr Verhalten gesteuert.

Virtual Private Networks (VPNs) sind der Inhalt des darauffolgenden Praktikumsversuchs. Mit Hilfe von "Tunnel"-Technologien werden externe Rechner oder externe Netzwerk in ein Unternehmensnetz sicher eingebunden. Die Studierenden konfigurieren in kleinen Gruppen unterschiedliche Tunneltypen, wie Site-to-Site und End-to-Site VPNs. Dabei lernen sie die unterliegenden Sicherheitstechnologien kennen und analysieren die ausgetauschten Nachrichten.

Im abschließenden Versuch geht es um das Network Management. Wie stellt man jederzeit fest, ob in einem großen Unternehmen die Rechnerinfrastruktur intakt und ohne Leistungsengpässe arbeitet? Die Studierenden lernen den praktischen Umgang mit dem Simple Network Management Protocol (SNMP) und konfigurieren die OpenSource Software Nagios, um ein beispielhaftes Netzwerkszenario zu überwachen. Eine Monitoring-Konsole zeigt ihnen anschließend über eine selbst konfigurierte Logik mit grünen und roten Symbolen, ob es Probleme im Netzwerk gibt.

Alle Versuche setzen eine intensive Vorbereitung der Studierenden mit dem jeweiligen Stoff voraus und werden durch Pre-Lab-Aufgaben ergänzt. Zusätzlich erhalten die Studierenden Aufgaben, die Sie in ihrem Heimnetzwerk ausführen sollen, z.B. um die häusliche Infrastruktur auf IPv6 vorzubereiten