Automobilprüfstandstechnik

Um Fahrzeuge oder Fahrzeugkomponenten realitätsnah testen zu können, werden je nach Aufgabenstellung Fahrzeug-, Antriebsstrang-, Motoren- oder Getriebeprüfstände eingesetzt. Die hierbei als Belastungseinrichtung dienenden elektrischen Antriebe müssen höchste dynamische Anforderungen erfüllen, um alle Fahrsituationen und das hierfür benötigte Drehmoment auf dem Prüfstand in Echtzeit und praxistauglich nachbilden zu können.

Eine hochdynamische Drehmomenterzeugung auf der Motorseite hat einen entsprechend ungleichförmigen Bedarf an Wirkleistungsbezug vom Netz oder Wirkleistungsrückspeisung ins Netz zur Folge. Darüber hinaus sollte der Blindleistungsbezug minimal sein. Insbesondere Netzstromoberschwingungen sind hierbei so weit wie möglich zu vermeiden, um andere Verbraucher, die am selben Netz betrieben werden, in ihrer Funktion nicht zu beeinträchtigen. Im Forschungsvorhaben recodyn werden hierfür neue Filtertechnologien und darauf abgestimmte hochdynamische Regelkonzepte untersucht.

Zur Generierung realitätsnaher Fahrprofile wurde im Labor für elektrische Antriebe und Leistungselektronik ein Fahrsimulator aufgebaut. Die dort ermittelten Fahrprofile werden in entsprechende Ansteuersignale für die eingesetzten Prüfstandsmotoren umgewandelt. Anhand der dadurch bewirkten Netzbelastung sollen die zu entwickelnden Regelkonzepte getestet werden.