Zwei Beiträge des POI auf internationalem Fachkongress

Von: cb

Auf dem Fachkongress „Focus LAA“ der CSI Foundation, welche die Entwicklung auf dem Feld der strukturellen, angeborenen und valvulären Herzinterventionen fördert, beschäftigen sich klinische Spezialisten und führende Industrieunternehmen (Bosten Scientific, Abbott, …) ausschließlich mit dem Thema „How to close the Left Atrial Appendage“. Vorhofflimmern ist die weltweit meist verbreitete Herzrhythmusstörung und führt zu unkoordinierten Kontraktionen der Herzvorhöfe, welche sich negativ auf die Blutzirkulation auswirkt und das Thrombenbildungsrisiko erhöht. Dabei entstehen 90% der Thromben im linken Vorhofohr (LAA). Das mit einer Thrombenbildung im Vorhof oder Vorhofohr verbundene Risiko besteht im Abwandern der Thromben Richtung Gehirn oder Peripherie und damit einem 5-fach erhöhtem Schlaganfallrisiko. Zur Reduzierung des Thrombenbildungsrisikos bei Patienten mit Vorhofflimmern wird häufig zur oralen Antikoagulation/Blutverdünner gegriffen. Bei vielen Patienten liegt jedoch eine Kontraindikation zur Antikoagulation vor oder diese muss im Verlauf wegen auftretender Komplikationen abgebrochen werden. Der interventionelle Verschluss des Vorhofohrs mit einem Okkluder-System ist eine sinnvolle und sichere Alternative geworden.

Im Rahmen des Fachkongresses stellt Corinna Brenner, Doktorandin und akademische Mitarbeiterin am Peter Osypka Institut, ihre bisherigen Studienergebnisse zur präoperativen Größenbestimmung von LAA-Okkludern vor. Sie entstanden in enger Kooperation mit Prof. Dr. med. Juraj Melichercik vom Herzzentrum in Lahr/Baden und Prof. Dr. med. Nikolaus A. Haas von der Ludwig Maximilian Universität in München. Vorangegangene Ergebnisse wurden von Frau Brenner bereits auf dem CSI Focus LAA 2017 in Frankfurt und CSI-UCSF 2017 in San Francisco vorgetragen.

Der Medizintechnik-Student Wesley Dean Jones hat seine Bachelorthesis am Peter Osypka Institut unter der Betreuung von Prof. Dr. rer. nat. habil. Bruno Ismer und Corinna Brenner bereits im sechsten Semester abgeschlossen. Ziel seiner Arbeit war die Analyse und Auswertung der Kompressionsänderung von LAA-Okkluder im 3 Monats Follow-up. Er konnte dabei auf seine im Betriebspraktikum am Universitäts-Herzzentrum Freiburg-Bad Krozingen erworbenen Erfahrungen in der Elektrophysiologie zurückgreifen.

Frau Brenner und Herr Jones werden am Samstag dem 17. November in Frankfurt ihre Arbeiten dem internationalen Fachpublikum vortragen.

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